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Neue Form des Motorradtrainings von UDV und DVR vorgestellt

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11 Mai 2011~3 Min Lesen
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Die Sicherheitsstrategie VISION ZERO verfolgt das Ziel: Keiner kommt um. Alle kommen an. Als weiteren Schritt in diese Richtung haben die Unfallforschung der Versicherer (UDV) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) in einer gemeinsamen Sicherheitskampagne eine neue Trainingsform für Motorradfahrer entwickelt, das „Motorrad-Sicherheitstraining auf der Straße“.

Kompakte Theorieeinheit kombiniert mit realen Straßenverkehr

Im Gegensatz zu herkömmlichen Sicherheitstrainings auf abgesperrten Plätzen, findet dieses Training im realen Straßenverkehr statt und bietet daher einen sehr hohen Praxisnutzen. Die Motorradfahrer lernen während einer gemeinsamen Tour mit gefährlichen Situationen besser umzugehen. Ziel ist es, neu Erlerntes direkt im Realverkehr umzusetzen und die Lerninhalte damit zu festigen.

Jedes Motorrad Training beginnt mit einer kompakten Theorieeinheit, in der ausgebildete Trainer den Verlauf der Straße und Besonderheiten der Streckenführung, mögliche Gefahrensituationen, Tempolimits sowie das Fahren in der Gruppe erläutern und gemeinsam mit den Teilnehmern diskutieren. Vor der Tour werden zum Aufwärmen Langsamfahr- und Balance-Übungen gefahren. Auf der Straße geht es dann unter anderem um Sehen und Gesehen werden. Ein Motorradfahrer im klassischen schwarzen Outift auf einer dunklen Maschine und sein Kollege in farblich auffälliger Kleidung mit grell lackiertem Bike verdeutlichen bei der gemeinsamen Vorbeifahrt an der Gruppe eindrücklich, welchen Sicherheitsgewinn Signalfarben bringen.

Auf unterschiedlichen Strecken erfahren die Trainingsteilnehmer verschiedene, sicherheitsrelevante Themen – im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei geht es um Fahren in der Gruppe, Überholen, Kurvenfahren, Fahrbahnbeschaffenheit, mögliche Straßenschäden und gefährliche Abschnitte, richtige Geschwindigkeit, Sicherheitsgewinn durch ABS und einiges mehr. Die Pausen werden genutzt, um Verkehrszeichen und Regeln gemeinsam zu besprechen. Das Ziel des Trainers ist, den Sinn von Regeln zu verdeutlichen und die Fahrer für die notwendige Verantwortung beim Fahren zu begeistern. Die richtige Fahrerausstattung ist dabei ebenfalls ein wichtiges Thema, genauso wie der technische Zustand des Motorrads.

Motorradunfälle passieren meistens an Kreuzungen

Nach einer Studie der UDV passieren die meisten Motorradunfälle mit anderen Verkehrsteilnehmern an Kreuzungen. Defensives, vorausschauendes Fahren ist deshalb ein besonderer Bestandteil des Trainings. Die Trainingsgruppe thematisiert mögliche Fehler anderer Verkehrsteilnehmer, analysiert entsprechende Verkehrssituationen mit hohem Risiko und trainiert die richtigen Verhaltensweisen.

2010 wurden auf deutschen Straßen 12.076 Fahrer und Beifahrer eines motorisierten Zweirads schwer verletzt und 710 getötet. Siegfried Brockmann, Leiter der UDV, hat dazu eine eindeutige Meinung:

„Jeder dritte getötete Motorradfahrer stirbt bei einem Alleinunfall. Aber auch bei den meisten anderen schweren Unfällen liegt der Schlüssel in einer besseren Einschätzung der Situation und der potentiellen Gefahr. Das Motorrad-Sicherheitstraining auf der Straße ist dazu optimal geeignet.“

Quelle: AH!

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