Warren Willing MZ

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MZ-Moto2-Team verpflichtet Warren Willing als Techniker

Der Australier Warren Willing, als Techniker 1990 bis 1992 an den drei 500-cm³-Straßen-WM-Titeln des damaligen Yamaha-Werksfahrers Wayne Rainey sowie 2000 am 500-cm³-WM-Sieg von Kenny Roberts jr. auf Suzuki beteiligt, wird ab dem Grand Prix von Indianapolis am kommenden Wochenende (26. bis 28. August) für die Motorradabstimmung von MZ-Werksfahrer Anthony West verantwortlich zeichnen.

Personelle Veränderungen im MZ Moto2 Team

Nach einer personellen Veränderung im MZ-Moto2-Werksteam hatte MZ-Geschäftsführer Martin Wimmer diese Aufgabe kommissarisch selbst übernommen. Weil in der MZ-Zentrale in Hohndorf wichtige strategische Entscheidungen anstehen, will der Firmenchef in den kommenden Wochen dort präsentiert sein.

MZ-Chef Wimmer:

„Einerseits werde ich in nächster Zeit zu Hause in der Firma gebraucht, andererseits mussten wir auch wegen der unbefriedigenden Ergebnisse von Anthony West bei trockenen Bedingungen etwas unternehmen. Die Lösung war, einen ausgewiesenen Fahrwerks- und Technikspezialisten für Anthony zu finden. Und wenn ein Mann mit dem Ruf von Warren Willing zur Verfügung steht, muss man zugreifen.“

MZ-Moto2-Team verpflichtet Warren Willing als Techniker

Neu bei MZ: Warren Willing

Wimmer hatte während seiner eigenen Rennfahrerkarriere nur ein einziges Mal mit Warren Willing als Techniker zu tun: 1987, als er an der Seite des Australiers Kevin Magee beim renommierten Acht-Stunden-Langstrecken-WM-Lauf in Suzuka/Japan eine Werks-Yamaha steuerte – und die beiden das Rennen gewannen.

Über Warren Willing:

Warren Willing blickt auf eine über 40 Jahre andauernde Karriere im Motorradrennsport zurück. Ab 1970 war er selbst als Rennfahrer aktiv, zunächst bei nationalen Wettbewerben in Australien und Neuseeland, später führten ihn seine Aktivitäten in die 750-cm³-Straßen-WM und zu den berühmten 200 Meilen von Daytona. 1979 erlitt Willing bei einem Unfall in Nordirland schwere Beinverletzungen und musste seine Sportlerlaufbahn beenden.

Bereits zwei Jahre später begann sein zweites Leben im Motorradsport, als Teammanager und Techniker. Seine größten Erfolge feierte er zusammen mit dem amerikanischen Yamaha-Werksfahrer Wayne Rainey, den er als Crew Chief beim Gewinn seiner drei 500-cm³-Straßen-WM-Titel in den Jahren 1990, 1991 und 1992 unterstützte. Damals arbeitete Willing im Team des ehemaligen US-Grand-Prix-Stars Kenny Roberts sr., 2000 führte er dessen Sohn Kenny Roberts jr. in Diensten des Suzuki-Werks zur 500-cm³-Weltmeisterschaft. Vom Jahr 2004 an war Willing als Berater und Fahrwerkdesigner für die Grand-Prix-Aktivitäten des österreichischen KTM-Werks in der 125-cm³-, 250-cm³- und MotoGP-Klasse tätig.

Quelle & Bild: MZ