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KTM 250 Duke soll in 18 Monaten kommen

Nur 18 Monate soll es dauern, bis KTM der KTM 125 Duke eine 250 cm³ oder 300 cm³ Version folgen lassen will. Das erstaunt nicht wirklich, bei genauerer Betrachtung der 125er wird schnell klar: das taugt für mehr! Rahmen, Schwinge, USD-Gabel und die Bremsanlage würde auch mit der doppelten Leistung keine wirklichen Probleme haben. Vor allem in Hinblick auf den amerikanischen Macht macht eine größere, aber trotzdem noch günstige, Hubraumversion Sinn.

Auch im guten, alten Europa erleben die 250er einen Aufschwung. Sie haben nicht mehr den Status eines Beginner Motorrades wie 125er, bieten aber trotzdem ausreichend Leistung für ein flottes Fahrvergnügen. Das alles mit wenig Gewicht und menschenwürdiger Ergonomie kommt an.

Das sieht KTM-Chef Stefan Pierer anscheinend ebenso, der einer größeren Version realistisch entgegen sieht. Vor allem erfahrenere Fahrer sieht Pierer als Käufer für die KTM 250 Duke.

Pierer dazu:

„Wir arbeiten an einem 250 cm³ bis 300 cm³ Einzylinder-Viertakt-Motor mit vier Ventilen und zwei obenliegenden Nockenwellen. Dieser hat ähnliche Abmessungen wie der 125 cm³ Motor, um ihn ohne große Änderungen in das 125 Duke Fahrwerk integrieren zu können. Somit können wir unseren Kunden eine Ebene höher ein neues Motorrad anbieten, welches aber trotzdem dem Typ einer Duke entspricht.“

Damit scheint die Duke-Reihe aber noch nicht ausgeschöpft zu sein. Pierer plant nach diesem Baukastenprinzip später auch 400 cm³ bis 600 cm³ Varianten.  Diese seien aber vor allem für Schwellenländer gedacht. In Deutschland sollen, nach der behutsamen Wiederauferstehung der 250er Klasse, wohl vorerst keine 400er folgen. Wobei es auch diese in den 70er und 80er Jahren bei uns gab. Man denke nur an die ZXR 400 Ninja von Kawasaki oder den 400er Banditen von Suzuki.

KTM geht aktuell vor allem den Schritt neue und junge Käufer für die Marke zu interessieren. Dabei hilft die Partnerschaft mit Bajaj Kosten zu reduzieren. Ein extrem wichtiger Faktor, schaut man sich die schwindende Kauflust an. Statt also auf mega potente Sportler zu setzen, wird lieber eine breitere Kundengruppe angesprochen. Für diese finden sich im Modellprogramm später ja immer noch die „über 100 PS“ Motorräder.

Quelle & Bilder: KTM, AR