Triumph Speed Triple 2011-21

von in Streetfighter, Triumph mit 3685 Views

Triumph Speed Triple 2011: Kult neu belebt

Bewusst anders – Die 2011er Speed Triple

Das Fahrwerk der 2011er Speed Triple ist komplett neu. Dabei lag der Entwicklungsfokus auf einem noch sportlicheren Fahrverhalten und noch besserer Fahrerintegration als bei den vorhergehenden Speed Triples. Mit der Entscheidung für eine frontlastigere Gewichtsverteilung führte das Entwicklungsteam viele innovative Lösungen ein, die der neuen Speed Triple ein äußerst präzises und fahraktives Handling beschert, für das Triumph bekannt ist.

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In der Tat markierte die firmeneigene Street Triple R das Vorbild für die Speed Triple hinsichtlich Handling und Ergonomie, also verringerten die Entwickler die Sitzhöhe der Speed Triple und platzierten den Fahrer weiter vorn. Um das zu ereichen, wurde ein neuer Aluminium-Brückenahmen konstruiert, der den Motor 3 Millimeter weiter vorn und im Winkel von 7° vorgeneigt aufnimmt, um mehr Gewicht aufs Vorderrad zu bekommen. Die Batterie, zuvor unterm Sitz untergebracht, sitzt nun über dem Luftfilter, wiederum um eine ideale Gewichtsverteilung zu erzielen. Der Rahmen baut zudem schmäler als bei früheren Speed Triples, was die Bodenfreiheit verbessert und dem Handling zuträglich ist.

Wie von einem herausragenden Sportmotorrad nicht anders zu erwarten, zeigt sich die Speed Triple mit voll einstellbaren Federelementen vorn wie hinten versehen. Die 43 mm Upside-Down-Gabel liefert beste Führung und satte Dämpfung und ist natürlich voll einstellbar in der Federvorspannung sowie der Druck- und Zugstufendämpfung. Das hintere Federbein, ebenfalls von Showa, stellt die gleichen präzisen Einstellmöglichkeiten bereit.

Kräftige und progressive Verzögerungen sind mit den radial montierten Brembo Vierkolben-Festsätteln keine Kunst. Sie nehmen zwei 320 mm Scheiben in die Mangel, die 0,5 mm dünner als bei der Vorgängerin ausfallen und dadurch die ungefederten Massen reduzieren.

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ABS gibt es zum ersten Mal bei einer Speed Triple als Option. Doch auch die Einarmschwinge ist neu. Mit 521 Millimeter Länge fällt sie 18,5 mm länger als bei der auslaufenden Speed Triple aus, das bürgt für mehr Stabilität, gleichzeitig spart sie jedoch 1 kg gegenüber dem Vorgängermodell ein. Die voluminöse Form macht es möglich, dass die Antriebskette direkt durch die Schwinge läuft, die Bremsleitungen verlaufen unsichtbar unterhalb der Schwinge.

Weitere Gewichtseinsparungen erlauben die Räder – jedes Rad ist mehr als 1 Kilo leichter als bei der Vorgängerin – doch auch das leichtere Innenleben der Schalldämpfer trägt zum niedrigeren Gewicht bei. Die aus Edelstahl gefertigten Endschalldämpfer zeigen sich übrigens in einem modernen, gebürsteten Finish.

Mit fahrfertigen 214 kg fällt die 2011er Speed Triple echte 3 kg leichter aus als ihre Vorgängerin, doch die überarbeitete Gewichtsverteilung lässt das Bike beim Fahren deutlich leichter wirken. Zusammen mit der niedrigeren Sitzhöhe von 825 mm gibt sich die neue Speed Triple einfacher zu fahren bei gestiegenem Sitzkomfort. Die neue Ergonomie platziert den Fahrer näher am Lenker und gibt ihm mehr Bewegungsfreiheit im Sattel, was für mehr Vertrauen und Sicherheit beim ambitionierten Kurvenswingen sorgt. Doch auch der Beifahrerkomfort zeigt sich mit mehr Beinfreiheit verbessert.

Den letzten Feinschliff bekommt das Fahrwerk der Speed Triple 2011 durch die formidablen Metzeler Racetec K3 Interact-Pneus in den Dimensionen 120/70 ZR 17 vorn und 190/55 ZR 17 hinten. Weitere vom Werk empfohlene Reifenkombinationen sind: Bridgestone BT003 RS, Bridgestone BT016, Pirelli Diablo Rosso, Michelin Power Pure, Michelin Pilot Road 2.

Bessere Ausstattung, günstigerer Preis

Die neue Speed Triple ist besser ausgestattet als das Vorgängermodell. Eine Wegfahrsperre mit codiertem Zündschlüssel gehört serienmäßig dazu – das erste Mal übrigens, dass dieses Sicherheitsfeature eine Triumph ziert – während die überarbeiteten, mit neuen Funktionen versehenen Instrumente mit dem neuen Lenker bestens harmonieren. Diese großzügige Instrumentierung umfasst einen traditionellen analogen Drehzahlmesser mit Digitaltacho, Kraftstoffstandanzeige, Tripcomputer und eine Service-Anzeige.

Wer seine Speed Triples zum Rennstreckentraining entführt, freut sich über den neuen Schaltblitz und den Laptimer, über den Starterknopf aktivierbar. Das Cockpit ist übrigens bereits vorbereitet für das neue Triumph-Reifendruckkontrollsystem, das es als Zubehör gibt. Entsprechend den Erwartungen und als Teil der Triumph-Verpflichtung für mehr Sicherheit gibt es ein optionales ABS als Premiere für eine Speed Triple.

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Die Speed Triple kommt 2011 in drei Premiumfarben: Diablo Red gibt als neue Farbe ihr Debüt bei der neuen Speed Triple, während Metallic Phantom Black und Crystal White zu den bevorzugten Farben der Triumph-Kunden zählen. Charakteristische Kühlerabdeckungen in Fahrzeugfarbe sind ein weiteres neues Detail neben sportlichen neuen Speed Triple Graphics.

Das Beste daran ist, dass das neue Kultbike in Deutschland sogar günstiger angeboten wird als die Vorgängerin. Ohne ABS kostet die Speed Triple € 11.245, mit ABS € 11.845 (jeweils zzgl. € 350 Nebenkosten). Der Listenpreis der Vorgängerin (ohne ABS-Option) betrug €11.740 (zzgl. € 350 Nebenkosten). Für Österreich bleibt der Preis unverändert bei € 14.390 (inkl. Nebenkosten und NOVA). Die ABS-Version steht mit € 15.090 in der Preisliste, ebenfalls inkl. Nebenkosten und NOVA.

1050er Triple: mehr Leistung, mehr Drehmoment

Der kultige 1050er Triumph-Triple ist eigentlich das Einzige, was die Neue von der Alten übernommen hat, obwohl selbst das nicht unverändert blieb. Ein kräftiger und drehmomentstarker Dreizylindermotor kennzeichnet die Speed Triple seit ihrer Premiere 1994, und die 2011er Auflage ist die leistungsstärkste seither.

Dabei lag das Augenmerk bei der Motorenentwicklung auf der Verfeinerung einer ohnehin tadellosen Antriebsquelle. Die Triumph-Ingenieure verbesserten den Druckausgleich zwischen den Zylindern um die Pumpverluste zu minimieren. Der Getriebemechanismus wurde zusätzlich für bessere Geschmeidigkeit überarbeitet.

Das neue Schalldämpfersystem spart nicht nur rund ein Kilogramm Gewicht gegenüber dem Vorgängermodell ein, zusammen mit der letzten Evolutionsstufe der ECU-Software erhöht es das ohnehin klassenbeste Drehmoment um 8 Prozent auf 111 Nm bei 7750 U/min, bei 5 PS mehr liefert die neue Speed Triple nun mächtige 135 PS Spitzenleistung.

Neben dem höheren Drehmoment und mehr Leistung liefert der 2011er Speed Triple-Motor jede Menge dessen, wofür Triumph-Triples berühmt sind: Phänomenales Durchzugsvermögen und einen einzigartigen Charakter, der sich im bellenden Auspuffsound und im röhrenden Ansaugschnorcheln manifestiert und seinesgleichen in der Motorradwelt vergeblich sucht.