Portrait MX Schiffer

von in Rennsport, Suzuki mit 963 Views

Suzuki MX2 2011 mit Valentin Teillet und Marcus Schiffer

Das deutsch-belgische Team konnte zwei seiner Vertreter innerhalb der Top Ten der FIM MX2 Weltmeisterschaft 2010 platzieren und sich den zweiten Platz in der Gesamtwertung sichern. Dies war die mit weitem Abstand produktivste Kampagne in der noch jungen Geschichte der RM-Z250 und bestätigte das Team als eine der schlagkräftigsten Mannschaften in dieser Serie. Restrukturiert und mit einer neuen Zielausrichtung hofft das Team Suzuki Europe MX2 mit dem 20 Jahre alten Teillet 2011 dasselbe Niveau zu erreichen.

Der schnelle Franzose mit dem stilistischen Fahrstil war 2008 Europameister und wird 2011 seine dritte WM-Saison in Angriff nehmen, nachdem er in den vergangenen beiden Jahren großes Verletzungspech hatte. 2009 und 2010 erreichte er die Gesamtränge 12 und 17 und erholt sich derzeit von einem Schulterleiden.

„Ich bin sehr glücklich darüber, diese Chance bekommen zu haben, denn für mich ist das fast wie ein Werksteam, und alles scheint einen sehr professionellen Eindruck zu machen.“

sagte Teillet, dessen bestes Grand-Prix-Ergebnis ein fünfter Rang war (3. Platz im ersten Lauf des WM-Laufs in Brasilien 2009).

„Die Jungs arbeiten sehr fokussiert, sind aber auch sehr nett. Im Moment bin ich ja verletzt, und es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht einen Anruf oder eine SMS erhalte, und sie fragen, wie es mir geht. Ich konnte die Serien-Suzuki bereits testen und war beeindruckt, wie gut sie sich anfühlt. Danach durfte ich Ken Roczens Rennmaschine in genau seiner Abstimmung fahren, und das ist ganz ähnlich zu dem, wie ich es gern habe. Es war gut, etwas Zeit auf diesem Motorrad verbringen zu können. Es fühlte sich so leicht an, und der Motor war leistungsstark und gleichzeitig elastisch. Für die kommende Saison habe ich ein gutes Gefühl, und ich werde mein Training Mitte Januar wieder aufnehmen und viel Vorbereitungszeit für die Grand Prix’ auf den Rennstrecken verbringen.“

Im vergangenen Jahr erzielte die RM-Z250 ihre ersten Pole Positions und konnte unter Ken Roczen um die MX2 Weltmeisterschaft kämpfen. Insgesamt elfmal schaffte es die RM-Z250 aufs Podium, davon dreimal als Sieger. Arnaud Tonus holte sich mit ihr beim WM-Finale seinen ersten Pokal, und Larissa Papenmeier wurde Dritte in der sieben Rennen umfassenden FIM Damen-Weltmeisterschaft. Nach den sichtbaren Früchten der Arbeit am Motorrad 2010 – insbesondere in der zweiten Saisonhälfte, als Roczen drei Siege bei den letzten sechs Events errang – wird das Team die Entwicklung der RM-Z250 weiter vorantreiben.

Team Manager Thomas Ramsbacher:

„2010 war ein unglaubliches Jahr mit großen Erfolgen für die Fahrer. Genau so wichtig war aber die Entwicklung der RM-Z250, die zu einer sehr konkurrenzfähigen Maschine in einer harten Rennklasse wurde. Es war unser erstes Jahr mit Kraftstoffeinspritzung, und jeder bei GRP und im Hintergrund arbeitete sehr hart, so dass unsere Jungs, wenn sie am Startgatter standen, wussten, dass sie mit ihrem Material gewinnen können. Auf dieser viel versprechenden Basis werden wir in 2011 weiterarbeiten, und auch wenn wir das Team reorganisieren mussten, wird Valentin Unterstützung auf Werks-Niveau erhalten. Wir glauben, dass er großes Potenzial besitzt und dass er eine aufregende Verpflichtung für uns und für Suzuki ist. Mit Xavier Boog, Ken Roczen und Arnaud Tonus haben wir in den vergangenen beiden Jahren die Entwicklung exzellenter Fahrer unterstützt, und wir glauben, dass wir dies mit Valentin fortsetzen können. Wir freuen uns auf die Herausforderung und darauf, Suzukis hohes Profil in der MX2-Klasse weiter zu schärfen.“

Unter der Bewerbung Team Suzuki International Europe Motocross startet Suzuki zusammen mit Marcus Schiffer in die Motocross Outdoor Saison 2011. Alle Verantwortlichen bei Suzuki glaubten an Marcus, als er mitten in der Saison 2010 ohne Team und Motorrad da stand und gaben ihm die Chance, auf das schon länger von Ihm gewünschte „gelbe“ Motorrad zu steigen. Der Höhepunkt der Zusammenarbeit in 2010 kam kurz vor dem Ende der Saison, als Marcus Schiffer ausschlaggebender Fahrer beim MXDN (Motocross der Nationen) war, der Deutschland bei diesem prestigeträchtigen Event nach 25 Jahren wieder zum Podium verhalf. Bei diesem Ergebnis war eine erfolgreiche Fortsetzung dieser Zusammenarbeit in der Saison 2011 nur konsequent.

Das Team wird in 2011 unter dem gemeinschaftlichen Dach des MX2-Werksteams, aber in zwei getrennten technischen Strukturen von Team Manager Thomas Ramsbacher geführt. Das MX2-Werksmotorrad wird in Belgien bei Geboers Racing Promotion vorbereitet. Für Marcus Schiffer kommt die bewährte Inotec Crew wieder zum Einsatz. Die Motorentechnik übernimmt Uwe Kaiser, und Tony Altmann freut sich bereits auf sein Comeback als Mechaniker auf dem Rennplatz.

Ein wichtiger Faktor in dieser Kooperation liegt in der Unterstützung von Rolf Ringwald, der sich um das SÖLVA-Fahrwerk kümmert. Ziel in der Saison ist eine Top-Platzierung bei den ADAC MX Masters. Darüber hinaus wird Marcus an allen europäischen Grand Prix an den Start gehen und dort versuchen, seine stabile Form aus dem Jahr 2007 wiederzufinden. Hier gilt ein Platz unter den Top 15 als realistisch, aber Top Ten ist das ambitionierte Ziel, welches bei der Crew, den fahrerischen Fähigkeiten und vor allem der Begeisterung, die alle gemeinsam verspüren, greifbar scheint.

Quelle & Bilder: Suzuki