AVG PistaGP MotoGP Helm Valentino Rossi 2012 (1)

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Projekt AGV STANDARDS – Revolution in der Helmherstellung

Im Rahmen der am Abend stattgefundenen Pressekonferenz im andalusischen Jerez de la Frontera, wurde heute der neue PistaGP präsentiert, den künftig Valentino Rossi in seinen Rennen tragen wird. Anwesend waren unter anderem  der neunmalige Weltmeister selbst, sowie Vittorio Cafaggi und Massimo Varese von Dainese.

Der PistaGP ist der erste Helm einer völlig innovativen Generation von Helmen, die aus dem Projekt AGV STANDARDS entstehen – einem neuen Verfahren, das die Helmplanungs- und Testmethode revolutioniert. AGV STANDARDS und der PistaGP wurden seit 2009 mit Valentino Rossi als Bezugspiloten entwickelt.

PistaGP Helm soll Maßstäbe im Helmbau setzen

Bei der bisher gängige Methode wird der Helm von außen nach innen konstruiert und das Innenfutter entsprechend modifiziert, damit er möglichst gut sitzt. AGV Standards geht vom Kopf des Piloten aus und konstruiert davon ausgehend den Helm, sprich von innen nach außen. Das Laserverfahren, das die Eigenschaften der Kopfform in detaillierten Parametern misst, liefert Daten, die es ermöglichen einen Helm zu schaffen, bei dem Eigenschaften der Kopfform miteinfließen, die bisher gänzlich keine Berücksichtigung fanden. Das Ergebnis ist eine neue Dimension an Komfort und Schutz.

AVG PistaGP MotoGP Helm Valentino Rossi 2012 (1)

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Nach nunmehr drei Jahren nach Projektbeginn ist der AGV Helm PistaGP bereit, mit Valentino Rossi auf die Piste zu gehen. Passende Helme von AGV gibt es in vielen Onlineshops, bei motoin sind aktuell einige stark reduziert! Am besten den motoin Gutschein nutzen und das Schnäppchen sichern. Preise für den PistaGP sind uns leider noch keine bekannt – wer mehr weiß darf dies gern in den Kommentaren schreiben.

Valentino Rossi:

„Ich fühle mich wohl mit dem PistaGP. Mir scheint, ich habe gar keinen Helm auf dem Kopf. Die Aerodynamik ist besser, die Belüftung ausgezeichnet und die Sicht großartig, wie wenn man vom Fernseher zum Kino überwechselt.“

Lino Dainese, Präsident von Dainese und AGV:

„Ich betrachte den PistaGP-Helm als Hommage an Gino Amisano, einen Unternehmer, den ich wegen seiner Innovationsfähigkeit, seinen erzielten Vorrangstellungen und aufgrund des Kampfgeistes, mit dem er jede Herausforderung angegangen ist, geschätzt habe.  Der neue Helm entsteht entspricht AGV-Standards. Es handelt sich um ein Projekt, das Amisanos Werten entspricht: es revolutioniert die Art und Weise Helme zu entwerfen revolutioniert und ermöglicht neue Höchstleistungen in Sachen Schutz und Ergonomie. Der neuen Generation von Helmen, die im Rahmen dieses Projektes entstanden ist, fällt die  Aufgabe zu, AGV wieder zum technischen Spitzenreiter und Marktführer zu machen.“

AVG-Dainese PistaGP Helm Details 2012 (10)

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Highlights des PistaGP-Helm

  • Die auf den Kopf übertragene  Aufprallkraft  wurde im Vergleich zu dem von den ECERegelungen vorgesehenen Limit um 36%  reduziert.
  • Der HIC Index ist im Vergleich zu dem von den ECE-Regelungen vorgesehenen Limit um 48% geringer.
  • -71% weniger  Bewegungsbereich des Visiers  im Vergleich zum Helm GP-Tech. Dadurch wird es möglich, den eingesparten Platz zu nutzen, um die Dicke des Dämpfungsmaterials zu erhöhen, was für die Sicherheit von Vorteil ist.
  • Zulassung des Visiers: optische Klasse 1 für eine ausgezeichnete Sichtqualität.
  • Der  Sichtwinkel  ist um 15° weiter und der  Gesamtbereich des Visierfensters ist im Vergleich zu seinem Vorgänger um 9% größer, ohne dass es dabei zu Einbußen der Schutzfähigkeit kommt.
  • Der Index Z-Lift wurde nach den Tests im Windkanal um 44% gesenkt.
  • Die Ausmaße der Lufteintritte haben sich nahezu verdreifacht, das Belüftungssystem des PistaGP Helms ist imstande, auf äußerst wirksame Weise Wärme und Feuchtigkeit abzuführen. Die Polsterung weist eine  konkave dreidimensionale Struktur auf, die gemäß den morphologischen Eigenschaften des Kopfes vorgeformt ist. Die direkt den Kopf berührenden Oberflächen weisen keine Nähte auf, was noch mehr Komfort garantiert.
  • Die durch drei Patente geschützte Passform des PistaGP verleiht einen außergewöhnlich hohen Komfort und eine bislang unbekannte Anpassungsfähigkeit an verschiedene Kopfformen.

Video mit Valentino Rossi zur Entwicklung des PistaGP

Dainese AVG PistaGP-Helm im Detail

Die anthropometrischen Indexe

Der Kopfumfang ist ein zu ungenaues Maß und reicht allein nicht aus, um die Form des Kopfes ausreichend zu beschreiben. Um einen besseren Helm zu planen, ist es deshalb notwendig, die typischen Maße auf exaktere Weise zu bestimmen. Auf der Grundlage von maßgebenden Untersuchungen zu diesem Thema und nach der Durchführung etlicher Laserabtastungen, hat AGV die anthropometrischen Indexe erforscht, die es ermöglichen, die individuelle Helmgröße präziser zu bemessen.

Das “Reverse Engineering”

Die Übertragung der anthropometrischen Indexe in mathematische Ausdrücke schafft einen „digitalen Kopf“, der zur Planung des Helmes dient, angefangen von den Bestandteilen mit direktem Kopfkontakt bis hin zur Außenschale. Die Formen der Strukturen werden somit auf die Kontaktoberflächen modelliert, was zu einer besseren Ergonomie führt. Jeder Helmbestandteil wird in digitaler Form dargestellt und diese Abbildung liegt allenweiteren Phasen des Projekts zugrunde.

AVG-Dainese PistaGP Helm Details 2012 (4)

Mit dem Projekt AGV Standards revolutioniert AGV das normale Helmplanungsverfahren, das üblicherweise von den äußeren Oberflächen ausgeht, die dann mit denInnenstrukturen „ausgefüllt“ werden (von außen nach innen). Der PistaGP Helm entsteht hingegen aus einer gründlichen Analyse der Form des Pilotenkopfes, von der ausgehend alle Strukturen des Helms entworfen werden. Ziel ist Schutzfähigkeit, Ergonomie und Komfort auf messbare und belegbare Weise zu optimieren.

Die Passform

Die Passform des PistaGP Helms entsteht aus dem neuen “Reverse Engineering”-Verfahren. Rund um den Kopf zu entwerfen bedeutet,  den Helm ausgehend von den 2 Kopfkontaktflächen zu konzipieren. Das Ergebnis ist eine wesentliche Innovation eines Helmteils, dem bislang nicht die verdiente Wichtigkeit zugemessen wurde. Die Polsterung eines traditionellen Helms besteht normalerweise aus zusammengenähten Oberflächen, die eine flache Struktur bilden. Diese Verarbeitungsart kann zu Komfortproblemen führen, zum einen aufgrund der Nähte, die direkt den Kopf berühren, zum anderen aufgrund der Falten, die sich beim Anziehen des Helms bilden können. Im PistaGP besteht die Polsterung aus einer konkaven dreidimensionalen Struktur, die gemäß den morphologischen Eigenschaften des Kopfes  vorgeformt ist. Die direkt den Kopf berührenden Oberflächen weisen keine Nähte auf, denn diese wurden geschickt versteckt.

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Diese besondere Struktur der Schale ermöglicht es außerdem, ein innovatives System zur Regulierung der Passform anzuwenden: kalibrierte Zylinder fügen sich in eigens dafür vorgesehene Sitze ein und passen auf diese Weise die Passform des Helmes der Kopfform des Piloten an. Die Gesamtheit dieser durch drei Patente geschützten Lösungen verleiht der Passform des PistaGP einen außergewöhnlich hohen Komfort und eine bislang unbekannte Anpassungsfähigkeit an verschiedene Kopfformen.

Sehwinkel + 15° größer

Der PistaGP Helm entsteht aus einer ergonomischen Untersuchung zur Verwendung auf  der Piste. Der obere Rand und die Seitenränder des Fensters wurden vergrößert, um dem Piloten eine bessere Sicht auf die Rennstrecke zu geben, sowohl nach vorne als auch seitlich. Der Sehwinkel ist um 15° weiter und der Gesamtbereich des Visierfensters ist im Vergleich zu seinem Vorgänger um 9% größer, ohne dass es dabei zu Einbußen der Schutzfähigkeit kommt.

Auf den Kopf übertragene Kraft “g”  – 36%

Im Vergleich zu dem von den ECE-Regelungen festgelegten Limit von 275 g, verbessert der PistaGP Helm die auf den Kopf übertragene restliche Aufprallkraft um 36%. Dieses Ergebnis wurde dank des neuen AGV STANDARDS Planungsverfahrens erzielt, das die Helmstruktur optimiert, indem es Simulierungen mit  der FEM-Methode und zahlreiche interne Tests verwendet.

HIC-Index – 48%

Der HIC-Index (Head Injury Criterion oder Kopfverletzungsindex) misst das Gehirnverletzungsrisiko, das aus den Beschleunigungen des Aufpralls entsteht. Durch die mit  AGV STANDARDS durchgeführte Planung konnte, im Vergleich zu dem von den ECE-Regelungen vorgesehenen Limit, ein um 48% kleinerer HIC Index erzielt werden.

Bewegungsbereich des Visiers – 71%

Der Bewegungsbereich des Visiers wurde im Vergleich zum GP-Tech drastisch verringert. Dadurch ist es möglich, den eingesparten Platz zu nutzen, um die Dicke des Dämpfungsmaterials zu erhöhen, was für ein zusätzliches Maß an Sicherheit sorgt.

Visierstärke 3,3 mm

Die Stärke des Visiers im Fensterbereich (d.h. dem  im Fall von Aufprällen am meisten betroffenen Bereich) beträgt 3,3  Millimeter und bietet deshalb einen größeren Schutz. Trotz dieser großen Stärke und trotz einer ausgeprägten Krümmung ist das Visier in der optischen Klasse 1, der höchsten Klasse, zugelassen und garantiert deshalb eine ausgezeichnete Sehqualität.

Seitenabschnitt – 6% Frontabschnitt – 3%

Der nach den Grundsätzen von AGV STANDARDS geplante Helm PistaGP wurde rund um den Kopf des Piloten, „von innen nach außen“ entworfen. Die Strukturen des Helms sind daher so geplant, dass sie die geforderten Leistungen mit einem Minimum an Ausmaß und Gewicht erzielen. Der gesamte Helm ist kompakter und leichter als sein Vorgänger und bietet dazu bedeutende Verbesserungen bezüglich Schutzfähigkeit, Ergonomie und  Komfort.

Z-Lift – 44%

Der Index Z-lift beschreibt die Tendenz des Helms,  Druck auf den Kopf auszuüben. Negative Werte stehen für ein hohes Maß an Stabilität des Helmes. Ein Helm, der stark auf kleine Erschütterungen reagiert, ermüdet den Piloten und beeinträchtigt vor allem bei hohen Geschwindigkeiten sein Sehvermögen. Der Helm  PistaGP wurde lange im Windkanal getestet: der Z-lift Index konnte im Vergleich zu seinem Vorgänger um 44% verbessert  und ein leicht positiver Wert erzielt werden. Dieses Ergebnis wurde ohne Verschlechterung des Lufteindringungskoeffizienten erreicht.

Fläche der Lufteintritte + 193%

Die Luftzirkulation hat sich nahezu verdreifacht im Vergleich zum Vorgängermodell. Das gesamte Belüftungssystem, einschließlich der Positionierung und der Luftzirkulation, geht aus computergesteuerten hydrodynamischen Untersuchungen im Windkanalhervor. Das Belüftungssystem des PistaGP Helms führt auf äußerst wirksame Weise Wärme und Feuchtigkeit ab.

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Technische Daten des PistaGP-Helmes

SICHERHEIT

  • Außenschale in 4 Größen aus reinem Kohlenstoff
  • Innenhaube aus EPS in 4 Größen
  • Mit dem FEM-System (Finite Elements Analysis – Analyse der Finiten Elemente) optimierte Abmessungen der Außenschale und der EPS-Schale

DESIGN

  • Zur Maximierung von Komfort, Ergonomie, Sicherheit und Aerodynamik entworfen
  • Design, das eigens dazu gedacht ist, die Verwendung des Helms zusammen mit einem Racing-Anzug und einem Rückenprotektor so komfortabel wie möglich zu gestalten.

BELÜFTUNG/AERODYNAMIK

  • IVS-Belüftungssystem (Integrated Ventilation System) mit großzügigen Kanälen in der Schale und Lufteintritten, die einen auf den Kopf des Piloten gerichteten Luftstrom ermöglichen
  • Im Windkanal getestetes und optimiertes Belüftungssystem, bestehend aus 4 Lufteintritten an der Vorderseite (3 im Stirnbereich und einer im Kinnbereich) und 2 Luftaustritten an der Hinterseite.
  • „Immer offene“ Lufteintritte mit schützenden Metallrahmen und -gittern. Bei schlechtem Wetter können die Lufteintritte mit Kunststoffdeckeln abgedeckt werden. Gesamtfläche der Lufteintritte um 193% größer als beim GP-Tech.
  • Großer Heckspoiler, der im Windkanal optimiert wurde, um die aerodynamischen Leistungen und die Belüftung auch bei hohen Geschwindigkeiten zu maximieren. Der Spoiler wurde, um die passive Sicherheit des Helms zu erhöhen, so entworfen, dass er sich im Fall von Unfällen vom Helm löst.

VISIER/ VISIERMECHANISMUS

  • Neuer Visiermechanismus aus Metall mit Drehverschiebeöffnung. Schnellaushaksystem, durch das das Visier in wenigen Sekunden und ohne Werkzeug entfernt und ausgewechselt werden kann. Oberfläche des Visiermechanismus um 71% geringer als beim GP-Tech.
  •  Sicherheitssystem mit Schraube an der Außenseite, die mit der Basis des Mechanismus verbunden ist. Dadurch wird das Risiko minimiert, dass sich das Visier bei Stürzen herauslöst. Sperrsystem des Visiers, das auch bei Unfällen das Risiko senkt, dass das Visier sich ungewollt öffnet. Mikroöffnung des Visiers im Sperrsystem integriert.
  •   Flaches, kratzfestes, Anti-Fog RACE Visier mit breitem Sehfeld, kann mit Abziehfolien mit 100% UV-Schutz verwendet werden.
  •   Zulassungsklasse des Visiers: optische Klasse 1, ohne Sichtverzerrung und mit einer Stärke von bis zu 3,5 mm für zusätzlichen Schutz.
  • Sehfeld am Horizont um 15° größer – optimal, wenn man sich beim Fahren bis auf die Verkleidungen hinunter beugt. Gesamtsehfeld um zirka 8% größer als beim GP-Tech und den wichtigsten Helmen der Konkurrenz.

INNENSTRUKTUR

  • Herausnehmbarer Nasenschutz
  • Herausnehmbarer Wind-Halsschutz
  •  Komplett herausnehmbare und waschbare Innenstruktur
  • Innenschale aus atmungsaktivem, feinporigem Lycra mit einer dreidimensionalen, konkaven Struktur, gemäß den morphologischen Eigenschaften des Kopfes in einem einzigen Stück vorgeformt, ohne Nähte an den empfindlichen Stellen, mit unterschiedlich dichten Schwämmen. Die Passform der Innenschale kann durch unterschiedlich harte Einsätze an 4 Auflagepunkten individuell reguliert werden.
  • 3D-Backenschutz aus Dry-comfort mit Hygiene-effizienter Behandlung, mit unterschiedlich dichten Schwämmen und integriertem Nackenschutz für mehr Komfort und eine bessere Schalldämmung.
  • Durch ein dreifaches Patent geschützte Innenstruktur
  • Rückhaltesystem mit Doppel D-Riemen

GEWICHT/ABMESSUNGEN

  • Frontabschnitt um 3% kleiner als beim GP-Tech. Seitenabschnitt um 6% kleiner als beim GP-Tech
  • Gewicht: 1.250 g (+/- 50g) bei Größe M
  • Größen: XS – XXL

Quelle & Bilder: Hersteller / AVG