Polo-Motorrad

von in Unternehmen, Zubehör mit 2374 Views

Polo vor dem Aus – Insolvenzantrag gestellt

Keine schönen Nachrichten erreichen uns da – bei dem Motorradzubehör Riesen Polo kriselt es mehr als nur ein bisschen. Der Motorradbekleidungs- und Zubehör-Händler aus Jüchen meldete am 6. Dezember Insolvenz an. Deutschlandweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 800 Mitarbeiter, welche nun von dem Insolvenzantrag betroffen sind, davon allein 230 am Hauptsitz in Jüchen. Weitere 570 Mitarbeiter in den 95 Filialen deutschlandweit müssen ebenso um ihren Job bangen.

Polo stellt Insolvenzantrag

Löhne und Gehälter aller Beschäftigten werden über das Insolvenzgeld bis Ende Januar 2012 gesichert. Doch wie geht es danach weiter? Eine Insolvenz muß kein endgültiges Aus bedeuten, eine Verbesserung tritt dennoch eher selten ein. Um ein Unternehmen zu sanieren, wird meist dort eingespart wo es am einfachsten ist: Mitarbeitern.

Aktuell verschafft sich ein Expertenteam einen Überblick über die Vermögenssituation und mögliche Sanierungsansätze von Polo:

„Jetzt machen wir eine Bestandsaufnahme. Der Betrieb wird auf jeden Fall erst einmal vollständig fortgeführt. Das gilt auch für sämtliche Filialen des Unternehmens.“

So der vom Amtsgericht Mönchengladbach bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Horst Piepenburg. Erste Ergebnisse werden erst innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet.

Polo zählt in Deutschland neben Louis und Hein Gericke  zu den führenden Anbietern von Motorradbekleidung, -zubehör und -technik. Das Unternehmen betreibt neben den 95 Standorten in Deutschland weitere sechs in der Schweiz und versendet seine Artikel über einen Katalog-Versandhandel sowie einen Onlineshop.

Quelle: Auto-Reporter.NET/arie