Motorradmarkt in Deutschland 2025: Deutlicher Rückgang – aber E-Antriebe wachsen

Der deutsche Motorradmarkt zeigt im bisherigen Jahr 2025 (Januar bis Oktober) ein deutlich eingetrübtes Bild. Laut den aktuellen Zulassungszahlen des Industrie Verbands Motorrad Deutschland e.V. (IVM) wurden insgesamt 151.297 Fahrzeuge neu zugelassen – ein massiver Rückgang von 24,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (200.887 Zulassungen).
Alle wichtigen Segmente im Minus – mit wenigen Ausnahmen
Besonders stark betroffen ist der Bereich der Leichtkrafträder (125 cm³-Klasse), der ein Minus von 33,4 % verzeichnet. Auch klassische Krafträder (über 125 cm³), das größte Marktsegment mit einem Anteil von 60,83 %, müssen einen Rückgang von 25,3 % hinnehmen.
Roller liegen ebenfalls im roten Bereich:
- Leichtkraftroller: –17,1 %
- Kraftroller: –18,6 %
Eine kleine Ausnahme bilden vierrädrige Kraftfahrzeuge (z. B. Quads), die um 6,2 % zulegen können – allerdings auf niedrigem Niveau.
Ursachen: Euro-5+-Norm und gedämpfte Konsumstimmung
Die Branche sieht sich gleich mehreren Belastungsfaktoren ausgesetzt:
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Euro-5+-Umstellung bremst den Motorradverkauf
Seit 2025 gilt verschärft die Euro-5+-Abgasnorm. Viele Hersteller mussten Modelle auslaufen lassen oder aufwendige Anpassungen vornehmen:
- Verzögerte Markteinführungen neuer Modelle,
- die Attraktivität der Modelle im Handel ist schwächer – viele Motorradfahrer entscheiden sich für den Kauf eines gebrauchten Motorrads,
- Verunsicherung bei Käufern („Kaufe ich jetzt etwas, das bald schon veraltet ist?“).
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Allgemein geschwächte Kaufkraft
Hohe Lebenshaltungskosten, steigende Versicherungsbeiträge und Zinssätze drücken ebenfalls auf die Konsumlaune – und machen das Motorrad für viele zu einem teuren Luxus.
Elektro wächst – aber von kleinem Niveau
Während der Gesamtmarkt einbricht, entwickelt sich Elektromobilität zum Lichtblick:
Elektro-(Leicht-)Krafträder:
- 195 Elektro-Motorräder verkauft, + 81,0 % zum Vorjahr
- Marktanteil aber weiterhin gering
Bei den Herstellern führt Zero Motorcycles die Statistik an (+21,8 %), während Kawasaki trotz starker Ambitionen ein drastisches Minus von 68,2 % hinnehmen muss.
Elektro-(Leicht-)Kraftroller
- 530 Zulassungen, leichtes Minus von 2,0 %
Auffällig: BMW verliert mit seinem CE-04 massiv (-70,1 %), während NIU mit einem spektakulären Anstieg von 377 % an die Spitze schießt. Hier setzt sich der Trend fort, dass E-Mobilität vor allem im urbanen Rollerbereich Fuß fasst.
Ausblick: Markt vor Neustart
Mit der Euro-5+-Umstellung stehen die Zeichen ab 2026 wieder positiver:
- Zahlreiche neue Modelle ab Modelljahr 2026 erwartet
- Boom-Effekte möglich, sobald Lieferengpässe verschwinden
- Politik könnte E-Mobilität stärker fördern (z. B. Kaufprämien für E-Roller)
Fazit:
Der Motorradmarkt in Deutschland steckt 2025 in einer schmerzhaften Talsohle. Während Verbrenner-Kategorien deutlich verlieren, zeigen Elektromotorräder und -roller, dass technologische Veränderungen auch Chancen schaffen können. Ob die Branche wieder Gas geben kann, entscheidet sich mit den Modellneuheiten der kommenden Saison – und der Kaufkraft der Verbraucher.
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harly geht immer
Ich arbeite seit Jahrzehnten mit technischen Systemen, Mechanik und Elektronik
und immer, immer trat irgend wann ein Fehler auf.
Gut dass ich da nicht auf zwei Rädern unterwegs war.
mich würde eine Bewertung der Soziatauglichkeit und die max. Zuladung interessieren.
Endlich setzt sich die Vernunft durch. Der Umweg über den Quickshifter war völlig unnötig, der Automat die richtige Zukunftslösung. Vermutlich muss meine Husqvarna Norden der Yamaha weichen.
Mich interessiert nur wie man den Roller zu mir nach Hause bekommt und was die kosten würde bei dir Fünzirung sind .