Honda-Meilensteine

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Motorrad-Meilensteine von Honda: Ein Rückblick durch 50 Jahre

Das erste echte Superbike

Die Tradition der Reihenvierzylinder führt ab 1978 die CB 900 F Bol d’Or fort. Mit 95 PS bei 9000/min setzt der Dohc-Zweiventiler in dieser Klasse neue Maßstäbe. 1981 stellt Honda ihr die verschalte CB 900 F2 zur Seite. Die CB 750 F/F2 sowie die auf mehr Durchzug ausgelegte CB 1100 F Super Bol d’Or von 1982 komplettieren die Modellreihe ebenso wie Chopper-Ausführungen. Für den US-Markt offeriert Honda die CB 900 C mit Kardan und Zweigang-Vorgelegegetriebe – also insgesamt zehn Gängen.

Mit dem „R“ ins Supersportsegment

Motorrad-Meilensteine von Honda: Ein Rückblick durch 50 Jahre

Die CB 1100 R: „beste Fahrmaschine der Motorradoberklasse“ (Motorrad 14/81).

Als sportlichster Ableger der Bol d’Or-Reihe ist die CB 1100 R von 1980 technisch mit den RCB-Rennmaschinen verwandt, mit denen Honda seit 1976 die Langstrecken-WM dominiert. Von der Basismaschine unterscheidet sich die 115 PS leistende „R“ vor allem durch Vierventilköpfe, höhere Verdichtung und die Verwendung besonders hochwertiger Materialien. Vollverkleidet und in zahlreichen Details überarbeitet, deckt die CB 1100 R ab 1982 weitere zwei Jahre das Supersportsegment ab.

Mit dem Turbo der Konkurrenz voran

Neuland betritt Honda 1980 mit der CX 500 TC. Um den V-Twin mit Turbolader und 82 PS standfest zu machen, wird der Motor von Grund auf überarbeitet. Zudem übernimmt mit der kennfeld- und sensorengesteuerten CFI (Computerized Fuel Injection) erstmals bei Honda eine Einspritzanlage die Kraftstoffaufbereitung.

Mit der TC, die ab Ende 1982 auch mit 650 ccm angeboten wird, ruft Honda die japanische Konkurrenz auf den Plan, die bald ebenfalls Ladermotoren anbietet. Doch währt diese Ära nur kurz – die meisten Biker bevorzugen Hubraum statt Turbo-Technik.