Honda-Meilensteine

von in Honda, Unternehmen mit 19803 Views

Motorrad-Meilensteine von Honda: Ein Rückblick durch 50 Jahre

Die C 100 Super Cub: Vom Lieferfahrzeug zum Bestseller

Seinen wohl einträglichsten Coup landet Soichiro Honda 1958 mit der C 100 Super Cub. Als Nachfolger der erfolgreichen Cub (Cheap Urban Bike) ist die C 100 vor allem anspruchslos, belastbar und als Lieferfahrzeug auch einhändig zu dirigieren. Die Kombination von rollertypischen Elementen wie freiem Durchstieg, Beinschutz und Automatikgetriebe mit 17-Zoll-Rädern kommt bestens an.

Motorrad-Meilensteine von Honda: Ein Rückblick durch 50 Jahre

Die Honda Super Cub ist das meist verkaufte Motorrad der Welt.

Zunächst von einem 4,8 PS starken Ohv-Viertakter, mit der C 65 von 1964 dann von Ohc-Singels angetrieben, verkauft sich die Super Cub in diversen Varianten bis 2008 über 60 Millionen Mal und ist damit das am meisten produzierte Motorrad überhaupt.

Die Zeit der Mini-Bikes

Motorrad-Meilensteine von Honda: Ein Rückblick durch 50 Jahre

Honda Z 50M von 1967: Mini-Bike mit Kultstatus.

Die Super Cub-Viertakter mit ihren liegend angeordneten Zylindern verbaut Honda auch in diversen anderen Maschinen wie der sportlichen SS 50 von 1968 oder den Mini-Bikes Dax ST und Monkey. Deren Urahn erscheint 1960 als CZ 100 mit dicken Fünfzoll-Reifen. Die Monkey startet ihre Karriere dann 1967 als Z 50M mit dem Ohc-Motor der C 50. Später bekommt die Z 50 Achtzoll-Räder und Heckfederung spendiert. Heute genießen die Monkey, aber auch ihr Ableger Gorilla und die etwas größere Dax mit klappbarem Lenker Kultstatus bei Sammlern und Tunern.

Reihenweise Weltmeistertitel

Motorrad-Meilensteine von Honda: Ein Rückblick durch 50 Jahre

Honda RC166 (1965): Mit sechs Zylindern zum WM-Titel.

Mittlerweile hat Honda im Straßenrennsport 16 WM-Titel eingefahren. Zunächst treten die RC-Renner in den Klassen 250 und 350 ccm mit Reihenvierzylindern, ab 1965 sogar mit Sechszylindern an. In der Achtelliterklasse wächst die Zylinderzahl derweil auf fünf. Der Fortschritt im Rennmotorenbau spiegelt sich vor allem im Leistungszuwachs wider: Die RC 161 von 1960 produziert 35 PS bei 13.500/min, ihr sechszylindriger Nachfolger RC 166B (1967) bereits 59,2 PS bei sagenhaften 17.000/min.

Hondas „Black Bomber“

Die im Rennsport gewonnenen Erfahrungen schlagen sich alsbald in der Modellpalette nieder. Als erstes Straßenmotorrad mit zwei obenliegenden Nockenwellen sorgt 1965 die CB 450 für Aufsehen: Der „Black Bomber“, wie die Ur-CB 450 genannt wird, leistet zunächst 43 PS bei 8500/min und gibt sich dabei verblüffend durchzugsstark.