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von in Kawasaki, Unternehmen mit 3052 Views

Kawasaki verlagert Produktion nach Thailand

Die Bemühungen Produktionskosten zu senken veranlasst Kawasaki ab dem Jahr 2010 seine mittleren bis großen Motorräder in Thailand fertigen zu lassen. Niedrigere Lohnkosten bilden dabei einen großen Teil der Ersparnis wie die japanische Zeitung Yomiuri berichtet. Kawasaki ist damit der erste japanische Motorradhersteller, welcher seine Produktion ins Ausland verlagert um günstiger produzieren zu können. Gerüchten zufolge soll auch Honda über eine Verlagerung der Produktion nachdenken. Muß nun umgedacht werden? Nicht mehr „Qualität aus Japan“, sondern „Qualität aus Thailand“? Die Vorstellung ist schon etwas schwer in die seit Jahren (bei einigen Jahrzehnten) feststehenden Gehirnwindungen zu bringen, nun Kawasaki mit Thailand zu assoziieren.

Verbindet man Thailand als „Billigland“ was das Überschwemmen des Marktes mit eben billigen Produkten angeht, kommen die ersten Stirnfalten dazu. Wobei billig in diesem Fall nicht die Qualität betreffen muß. Die Thailänder machen sich, müssen Sie in dem Fall auch um Größen wie Kawasaki und Honda dazu zu bewegen bei Ihnen produzieren zu lassen. Stichwort Honda, Gerüchten zufolge soll auch bei Honda darüber nachgedacht werden die Produktion zum Teil nach Thailand auszulagern.

Halten wir die neuen Slogans fest:

Kawasaki – Let the good times roll from Thailand.
Honda – Wir machen Motorrad-Geschichte, nun auch in Thailand.

Persönlich sehe ich diese Entwicklung in dem Sinne gut, daß versucht wird ein stabiles Preisniveau im Motorradsektor  zu halten. Negatives überwiegt trotzdem mehr. Erstens ist es nie gut für ein Land, wenn die Produktion in ein anderes Land verlagert wird während die eigene Bevölkerung Jobs verliert. Ebenso sehe ich das Thema Qualität als wichtigen Faktor. Was nützt ein günstiges Motorrad wo Kawasaki auf dem Tank steht, welches einfach mies verarbeitet ist? Aber malen wir nicht den Teufel an die Wand. Immerhin hat Kawasaki doch einige Jahre an Firmengeschichte nachzuweisen, um diesen großen Schritt im Vorfeld gewissenhaft zu prüfen. Hoffen wir es einfach …

Quelle: Bloomberg