Honda denkt weiter: Nachhaltige Materialien erobern die Motorradwelt

Wenn wir über Innovation im Motorradbau sprechen, geht es meist um Motoren, Elektronik oder Assistenzsysteme. Doch Honda setzt ein weiteres Ausrufezeichen – und zwar dort, wo es viele nicht erwarten: beim Material. Unter dem Unternehmensmotto „Triple Action to Zero“ treibt der japanische Hersteller einen nachhaltigen Wandel voran, um bis 2050 klimaneutral zu werden. Das bedeutet nicht nur neue Elektrofahrzeuge, sondern auch: weniger Erdöl, weniger Abfall – und mehr biobasierte sowie recycelte Materialien.

DURABIO – Hightech aus Mais statt Erdöl
Einer der spannendsten Schritte: DURABIO. Der biobasierte Kunststoff stammt aus nicht essbarem Mais und Weizen. Das klingt nach Öko-Spielzeug? Ganz im Gegenteil:
- hohe Schlagfestigkeit
- starke Kratzresistenz
- UV-beständig
- extrem klare Oberfläche – perfekt für Lack-freie Designs
Damit spart Honda nicht nur einen kompletten Produktionsschritt (die Lackierung), sondern reduziert in einigen Werken bereits messbar CO₂-Emissionen.
Schon 2024 gab es den ersten sichtbaren Meilenstein: die weltweit erste Motorrad-Windscheibe aus dem neuen Material – verbaut an der CRF1100L Africa Twin. Seitdem geht es schnell voran: 2026 sind bereits sechs Modelle teilweise oder komplett mit DURABIO ausgestattet:
Besonders die NC750X zeigt das Potenzial des Materials: In den neuen Farbtönen „Earth Black“ und „Earth Ivy Ash Green“ wird DURABIO erstmals farbig und fügt sich nahtlos in das Bodywork ein – ohne zusätzliche Lackierung.

Aus alt mach neu: Recycling wird Alltag
Neben den Biokunststoffen greift Honda auch verstärkt auf recycelte Materialien zurück:
- Stoßfänger-Recycling aus dem Automobilbereich: jetzt u. a. für Topcases (NC750X) und Sitzbankteile (Forza 750)
- Recyceltes Polypropylen aus Produktionsabfällen: z. B. an X-ADV, Forza 750 und ab 2026 der neuen CB1000F
Damit entsteht ein Kreislauf: Weniger Müll, weniger neue Ressourcen, aber gleiche Haltbarkeit.
Zukunft mit System: Kreislaufwirtschaft statt Wegwerfprinzip
Honda setzt dabei auf fünf klare Nachhaltigkeitsprinzipien:
- Business Innovation: Produktion so planen, dass Materialien mehrfach nutzbar bleiben
- Fortschrittliches Recycling: Technik aufwerten, Abfall reduzieren
- Daten-Rückverfolgbarkeit: CO₂ und Materialflüsse messen
- Kreislaufwirtschaft im Produktdesign: einfache Zerlegung und Wiederverwendung
- Kooperation entlang der Lieferkette: Recycling als Standard etablieren

Heute stammen zwar noch ca. 90 % der Materialien aus neuen Rohstoffquellen, aber Honda will genau das Schritt für Schritt umkehren.
Was bedeutet das für uns Biker?
Man kann über Nachhaltigkeit im Zweiradbereich diskutieren – doch Fakt ist: Motorräder sollen uns auch morgen noch Spaß machen. Wenn dazu moderne Materialien beitragen, ohne Kompromisse bei Style, Sicherheit oder Fahrspaß zu verlangen? Dann gerne mehr davon.
Honda zeigt, wie man den ökologischen Footprint reduzieren kann, ohne den Adventure-Spirit oder die Touren-Leidenschaft zu bremsen.
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harly geht immer
Ich arbeite seit Jahrzehnten mit technischen Systemen, Mechanik und Elektronik
und immer, immer trat irgend wann ein Fehler auf.
Gut dass ich da nicht auf zwei Rädern unterwegs war.
mich würde eine Bewertung der Soziatauglichkeit und die max. Zuladung interessieren.
Endlich setzt sich die Vernunft durch. Der Umweg über den Quickshifter war völlig unnötig, der Automat die richtige Zukunftslösung. Vermutlich muss meine Husqvarna Norden der Yamaha weichen.
Mich interessiert nur wie man den Roller zu mir nach Hause bekommt und was die kosten würde bei dir Fünzirung sind .