Wir nutzen Cookies und u.a. Google Analytics auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell und technisch notwendig, während andere uns helfen, diese Internetseite zu verbessern und uns im Marketing zu unterstützen. Wir sind stets bemüht die Anzahl der Cookies auf ein Minimum zu reduzieren und bitten daher um ihre Unterstützung.

Honda CBR500R – Sportliches Allround-Zweizylinderbike

Picture of the author
14 November 2012~5 Min Lesen
FOLGE UNS:
Picture of the author

Eine neue 500er, wer hätte das gedacht? Seit sich Honda das allumfassende Ziel als Leitmotiv aufdiktiert hat („Wir bauen wieder günstige Motorräder für Einsteiger“) sind nun nach der 700er die 500er dran. Mit der CBR500R übernimmt Sie die Rolle des Sportlers und ist neben CB500F als klassisches Naked-Bike und der CB500X als Abenteurer perfekt auf die neue Führerscheinklasse A2 zugeschnitten. Die Kurve nach immer mehr Leistung flaut schon ein Weilchen ab – und das ist Deutschland! Keine Zeit zum Trauern, der eingeschlagene Weg von Honda ist richtig, wie die Verkaufszahlen der NC-Baureihe bei NC700S & NC700X zeigen.

Sportler zum Sparpreis – Honda CBR500R

Denken wir knapp über 20 Jahre zurück, da gab es in der abfällig Brot-und-Butter-Motorrad bezeichneten Klasse mit der Suzuki GS 500E einen echten Verkaufsschlager. Der Zweizylinder war nie perfekt, aber dennoch gut, günstig und die Optik erwachsen. Nun greift  Honda das Konzept einer 500er wieder auf, freilich auf Höhe der Zeit. Die Technik  der neuen Honda CB500-Baureihe ist sich fast gleich, deswegen beschränken wir uns in diesem Artikel auf die sportliche Version CBR500R. Hier gibt es nicht nur ein R im Namen, sondern gleich zwei. In der Klasse bis 600 cm³ stellt Sie damit ein kleines Highlight dar und unterscheidet sich von ihren ruhigeren Geschwistern durch die typische CBR-Linie.

 

Spötter werden monieren, daß es für eine CBR unwürdig sei, auf die Hälfte der Zylinder im Motor zu verzichten, noch dazu auf mehr als ~70 PS! Hier greift nun die Auslegung auf die neue Führscheinklasse A2 ab 19.01.2013:

Die Führerscheinklassen A2 und A können entweder direkt oder stufenweise – nach 2 Jahren Praxis – erworben werden, die Klasse A1 kann nur direkt erworben werden. Ein automatischer Aufstieg ist nicht mehr möglich.  Dabei gilt:

  • Klasse A1 – Motorräder bis 125 cm3, 11 kW , 0,1 kW/kg, Mindestalter 16 Jahre, dreirädrige KFZ bis 15 kW
  • Klasse A2 – Motorräder bis 35 kW, 0,2 kW/kg, Mindestalter 18 Jahre, dreirädrige KFZ bis 15 kW

Perfekt für den neuen Motor von Honda! Herzstück der CBR500R ist ein komplett neu entwickeltes Zweizylinder-Triebwerk. Die Ingenieure konstruierten einen flüssigkeitsgekühlten DOHC-Parallel-Twin mit jeweils vier Ventilen pro Zylinder, der durch kompakte Bauweise, geringes Gewicht sowie allroundfreundliche Charakteristik überzeugt. Die Spitzenleistung von 35 kW (48 PS) erreicht der Motor bei 8.500 U/min-1, das maximale Drehmoment von 43 Nm liegt bei 7.000 U/min-1 an.

Honda CBR500R 2013 (3)

Der 500er DOHC-Twin glänzt dazu mit einem sparsamen Benzinverbrauch. Bei angepasster Fahrweise (WMTC Messzyklus) reichen 3,7 Liter Kraftstoff für eine Strecke von 100 Kilometern.  Das vergleichsweise hoch hinter der Kurbelwelle angeordnete Sechsganggetriebe wurde mit RR-Knowhow konstruiert, um den Motorblock möglichst kurz und kompakt zu halten.  Bohrung und Hub betragen 67 x 66,8 mm. Die Zapfen der Kurbelwelle sind um 180 Grad versetzt.

Die Kolben des Gegenläufer-Viertakters werden getrennt alle 720 Grad gezündet. Eine Balancerwelle zum Ausgleich primärer Schwingungen ist hinter den Zylindern platziert und trägt zur Zentralisierung der Massen bei. Der DOHC-Zylinderkopf ist mit Rollenkipphebeln ausgestattet, das Ventilspiel wird über Shims bewerkstellig. Ventilfedern mit geringer Federkraft tragen dazu bei, die Reibungsverluste möglichst gering zu halten. Zum Antrieb der Nockenwellen kommt eine laufruhige Zahnkette zur Anwendung. Um die Schadstoffe kümmert ein Sekundärluftsystem in Verbindung mit einem geregelten Katalysatorsystem in der 2-in-1-Abgasanlage.

Das Fahrwerk besteht aus einem neuen Rahmen mit 35 mm-Stahlrohr als Brückenkonstruktion und ist leicht, sowie verwindungssteif. Dem Motorgehäuse kommt eingebaut eine tragende Funktion zu. Eine Teleskopfedergabel mit 41 mm Standrohrdurchmesser führt das Vorderrad. Diese verfügt über 120 mm Federweg und soll sportlich angemessenen Fahrkomfort ermöglichen. Die Kastenschwinge (70 x 30 mm) zum Hinterrad wird über ein in der Federbasis 9-fach einstellbares Monofederbein mit Pro Link-Hebelsystem abgefedert. Vollgetankt wiegt die CBR500R 194 kg. Durch die moderate Sitzhöhe von 785 mm eignet sich das Motorrad auch für kleinere Fahrer.

Honda CBR500R 2013 (4)

Gleichzeitig kurbelt Honda mit der CBR500R auch den Nachwuchs-Rennsport an. So wird die neue CBR500R in der Saison 2013 die Einsatzmaschine im European Junior Cup sein. Dieser internationale Markencup zur Förderung junger Rennfahrer-Talente im Alter von 14 bis 19 Jahren findet im Rahmenprogramm der Superbike-Weltmeisterschaft statt. Dem Gesamtsieger winkt 2014 als Belohnung eine komplette Saison in einem Honda-Team der Superstock 600 Europameisterschaft.

Quelle & Bilder: Hersteller / Honda

Kommentare

SHSchleicher

Der Rahmen der CB500-Reihe muß endweder sehr einfallslos oder gar ziemlich häßlich sein. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum Honda dieses Motorrad dermaßen mit Plastikblenden zukleistern muß. Schade um das ansonsten recht gelungene Konzept.

Schreibe einen Kommentar