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Ducati Desmosedici GP10 MotoGP Bike Präsentation

Ducati hat in den italienischen Dolomiten offiziell seinen 2010er MotoGP Renner, die Ducati Desmosedici GP10, vorgestellt. Die Veranstaltung macht nun das offiziell, was 2 Wochen zuvor schon durch Nicky Haydens Handyfoto durchgesickert war. Sehr zum Ärger von Ducati Corse übrigens. Von Alan Jenkins konzipiert, ist die GP10 schlanker und aerodynamischer, behält aber trotzdem die Linie des Vorgängermodells bei. Überarbeitet wurde auch das Kühlsystem um den V4-Motor thermisch zu entlasten. Ducati hatte im Vorjahr 18 Motoren pro Saison verbraucht, oder einen Motor pro Rennen.

Claudio Domenicali:

“The main changes to the bike are based on the rule changes, so the major part of the work was done precisely to make it perform better using only six engines for the entire championship. It’s a very important difference, because we were used to using more-or-less one engine per race, so to switch from 18 engines to six is a very important adjustment. All of the main parts were redesigned — pistons, rods, crankshaft, the basics. It’s an engine with which our main objective was to minimise the loss of power to increase durability.”

Kurz gesagt soll dieser enorme Verschleiß von Motoren in der Saison 2010 auf nur 6 Motoren reduziert werden. Eine enorme Kostenersparnis für Ducati Corse, über welche sich auch die Geldgeber freuen dürften. Viele Teile im Inneren des Motors wurde überarbeitet um die höhere Belastbarkeit des längeren Einsatzes zu überstehen. Die ersten Rennen machen neugierig, ob der Motor die gesetzten Ziele erreichen wird.

Optisch begeistert das schwarze Loch am Heck der Ducati GP10, auch Auspuff genannt und mit dem Wort „sexy“ in eine begreifbare Definition gebracht. In Verbindung mit dem Big-Bang Prinzip des V4 soll der Sound Ducati Fans begeistern.

“The second big news isn’t related to the rules, but to our attempt to make the bike more rideable. This has to do with the firing order. We have a motor that, since the switch to 800cc, utilised a screamer set-up. This has permitted us to have maximum power, which was very important and was probably fundamental with the results that we’ve had in 2007, 2008 and 2009, but at a certain point, we began to wonder whether it could be worthwhile to re-test a way that we’d already followed in the past. The last 1000cc motors that we made in 2005 and 2006 used a big-bang firing order, and this gave us important rideability. We re-tested that way, first trying it on the dyno, then with Vittoriano Guareschi in his previous role as test rider and then with Nicky and Casey.”

Demnach steht Big-Bang für eine bessere Beherschbarkeit des Motors. Erfahrungen hatte Ducati bereits mit der 1000 cm³ Version gemacht und überträgt diese Prinzip der 360-Grad-Kurbelwellen (dabei liegen alle Hubzapfen auf einer Achse) bei der die Zündabstände automatisch asymmetrisch verkürzt werden, nun auch auf die 800 cm³ Version. Akkustisch sind diese V-Motoren vor allem durch den dumpfen und grollenden Sound gut zu erkennen.

Auch das Fahrwerk ging nicht ohne Überarbeitung in die neue Saison und wurde im hinteren Bereich steifer ausgelegt, um eine bessere Traktion zu ermöglichen.

Claudio Domenicali beendete die Präsentation mit einem Blick auf die Wirtschaftslage von Ducati und Ducati Corse. Trotz eines 30%igen Rückgangs der Branche 2009 habe Ducati selbst nur 18% verloren, während Sie gleichzeitig den größten Marktanteil in der Geschichte des Unternehmens für sich verbuchen konnten. Ducati gehört damit zu einigen der wenigen Hersteller während der Rezession, welche nicht in der Entwicklung größere Einschnitte hinnehmen mußten.

Quelle: asphaltandrubber
Bilder: Ducati