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von in BMW, Sportler / Racing mit 6706 Views

BMW S1000RR Straßenversion mit 193 PS

Kurz und knapp: das finale Ergebniss der BMW S1000RR ist genial und ein Tiefschlag für die etablierte japanische Superbike-Elite! Design und Wahrnehmung einer BMW liegen meist zwischen „gewöhnungsbedürftig“ und „technokratischem Fortbewegungsmittel“. Asymmetrie heißt das Zauberwort. Kann dabei ein Motorrad herauskommen, welches gewöhnungsbedürftig und dennoch eigenständig aussieht? Ehrlich, mir wäre das nicht in den Sinn gekommen. Nun ist die S1000RR also da und zu dem Gesamtwerk gibt es nur noch eines zu sagen: genial! Wenn sich nur alles mit so wenigen Worten beschreiben ließe!

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WerbungBMW S1000RR Straßenversion mit 193 PSBMW S1000RR Straßenversion mit 193 PSBMW S1000RR Straßenversion mit 193 PS

Bleiben wir vorerst bei dem Design des Motorrades. Geprägt wird es vor allem durch die asymmetrische Gestaltung der Verkleidung. Wobei sich die Designer nicht mit leichten Abweichungen zufrieden geben wollten. Während die rechte Seite drei kiemenartige Öffnungen prägt, befindet sich links eine größere, einzelne Öffnung. Ebenso anders die Formensprache an der Front. Ein runder, grimmig dreinblickender Scheinwerfer wurde mit einem weiteren fünfeckigen Scheinwerfer kombiniert während mittig dazwischen der Ram-Air Schlund die Luft geradewegs in die Airbox leitet. Eigentlich müßte diese Kombination der zwei Lichtspender eher abstoßend wirken. Rund und eckig, dazwischen eine Lücke. Aber je länger. Die BMW S1000RR hat ein Gesicht im Pool der 1000er Superbikes!

Selbst am Heck sind den Designern die Ideen nicht ausgegangen. Anstatt dort einen Stilbruch zu begehen und mit der bisherigen Formensprache zu brechen, kommt auch hier erneut der Reptilienlook zum Einsatz. Ist es meine Fantasie oder wirkt das Heck wie eine sich zum Angriff bereitmachende Kobra? Breit aufgeplustert an den Seiten und mit einem Rücklicht, das wie zwei Giftzähne wirkt! Um es wieder auf wenige Wörter zu reduzieren: die BMW S1000RR wirkt extrem sportlich und dynamisch! Sicherlich wird auch die Ergonomie und Aerodynamik für ein Sportgerät von BMW passabel sein.

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Soviel zu den offensichtlichsten Designmerkmalen, doch selbst auf den zweiten Blick lassen sich weitere Details ersichten, die es anzuschauen lohnt! Beispiele wären die radiale Bremsanlage vorn, die massive Aluschwinge, der üppige Einsatz von Torx Schrauben und der schlanke Schalldämpfer.

Über die Technik der S1000RR wurde bereits berichtet. Die offizielle Leistung des Motors beträgt 193 PS bei 13.000 U/min-1 bei einem maximalen Drehmoment von 112 Nm bei 9750 U min-1, mehr als erwartet! Beschleunigen muß dieser ein fahrfertige 204 kg (Trockengewicht 183 kg). Auf jedes PS kommen somit 1,05 kg bzw. 1,06 kg. Mit dem ABS-System sind es 206,5 kg. Neben dem ABS sorgt vor allem die Traktionskontrolle DTC (Dynamic Traction Control) für aktive Sicherheit.

Wie sich das alles nun fahren wird werden die kommenden Tests zeigen. Auch zeigt sich dann, ob das Lastenheft perfekt abgearbeitet wurde um sich dem Vergleich mit der 1000er Japanriga zu stellen. Denn genau auf diese zielt BMW mit der S1000RR. BMW S1000RR gegen Yamaha YZF-R1, Kawasaki ZX-10R, Honda CBR1000RR sowie Suzuki GSX-R 1000. Das dürfte spannend werden!

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4 Antworten

  1. Na endlich fangen die Bayern mal an was in richtung Motorrad zu bauen. Der Optik hit isses nicht,aber es wird.
    Die Scheinwerfer sollten aber nochmal dringlichst überarbeitet werden bevor es auf den Markt kommt.
    Elektronik ist hoffentlich nicht so empfindlich.(weniger ist oft mehr)
    Bleibe doch lieber bei meiner Japanischen Rennzicke.

  2. So ein Bike von BMW…..ich habe es noch nicht gesehen..nicht gespürt…..macht mich einfach nur geil!!
    Also!!! Wird meine Buell verkauft und die BMW mit Reiskocher-Genen kommt her! Wer meint, das Ding sei zu teuer, der sollte sich erst mal die Japan-Preise anschauen! Im Moment gibt es doch wohl nichts geileres mit der Ausstattung-oder?
    Ich hoffe nur, daß die elektronischen Helfer auch so funktionieren, wie beschrieben! Ein Leben kann man als Mensch nur einmal versemmeln! Ich hab heute gleich mal meinen Namen unter den Vertag geschrieben…..habe aber großen Respekt vor dem Teil!

  3. Denke ich nicht. Die Zielgruppe ist ganz klar der Supersportlerfahrer! Es wäre fatal, wenn BMW immer an den bisherigen Zielgruppen festhalten würde anstatt sich dem Markt zu öffnen. Hier eben für die Racingfreaks. Oder denen, welche schon immer einen Sportler aus Deutschland wollten aber bislang immer Japaner gefahren sind, weil der Markt keine Alternativen geboten hat. Man darf eben nicht vom typischen BMW Kunden ausgehen, der wohl nach Klischee Klapphelm, Kofferset, Heizgriffe und nur den Boxer schätzt. Selbst Harley hat erkannt, daß man nicht ewig mit demselben Konzept erfolgreich sein wird und denkt um. Oder KTM. Von daher, der Schritt war für die Zukunft gesehen sicher richtig. Wie der Kunde das Motorrad annimmt wird auch nur diese zeigen. Wenn nicht wäre es ein ziehmlich teurer Flop.

  4. Ich verstehe diese ganze Aufregung um die BMW einfach nicht. Da haben sie etwas gebaut was es bei den Japanern schon sein vielen Jahren gibt und alle machen daraus eine Sensation.
    Wen soll die BMW eigentlich ansprechen? Die Supersportler Fahrer? Die würden sich wohl eher nicht für BMW entscheiden weil den meisten auch das Image wichtig ist. Die BMW hat aber eher das Image „Rentnermotorrad“
    Und der typische BMW-Käufer ist wohl aus den Alter schon raus um sich so Bücken zu können.

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