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BMW Motorrad verbucht im dritten Quartal Absatzrückgang

Die Geschäftsentwicklung im Segment BMW Motorräder ist im dritten Quartal ebenfalls von dem weltweit schwierigen Marktumfeld geprägt worden. Im dritten Quartal hat das Unternehmen 22.741 (Vj. 24.818) Motorräder verkauft, dies ist ein Rückgang von 8,4%. Der Umsatz sank auf 239 (Vj. 271) Mio. Euro. Das EBIT lag bei -3 (Vj. -5) Mio. Euro und das Ergebnis vor Steuern bei -5  (Vj. -7) Mio. Euro. In den ersten neun Monaten gingen die Auslieferungen auf 69.715 (Vj. 80.750/-13,7%) Einheiten zurück. Der Segmentumsatz sank auf  865 (Vj. 1.008) Mio. Euro, während sich das EBIT auf 51 (Vj. 87) Mio. Euro verminderte. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 45 (Vj. 80) Mio. Euro.

Trotz des weiterhin schwierigen konjunkturellen Umfeldes hat die BMW Group im dritten Quartal 2009 erneut ein positives Konzernergebnis erzielt.

„Unsere Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sowie Senkung der Kosten wirken“

sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Norbert Reithofer, am Dienstag in München. Damit ist das Unternehmen auf einem guten Weg, auch im Gesamtjahr 2009 schwarze Zahlen zu schreiben:

„Wir streben im laufenden Geschäftsjahr ein positives Konzernergebnis an“

erklärte Reithofer weiter. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass sich die Weltwirtschaft bzw. die Bedingungen auf den Automobilmärkten bis zum Jahresende nicht weiter eintrüben.

Im dritten Quartal ging der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr auf 11.759 (Vj. 12.588) Mio. Euro zurück. Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) lag bei 55 (Vj. 387) Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis belief sich auf 126 (Vj. 279) Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern betrug 78 (Vj. 298) Mio. Euro. In den ersten neun Monaten verminderte sich der Umsatz auf 36.239 (Vj. 40.425) Mio. Euro. Das EBIT betrug 169 (Vj. 1.639) Mio. Euro, das Ergebnis vor Steuern lag bei 79 (Vj. 1.522) Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 47 (Vj. 1.292) Mio. Euro.

Im Zeitraum Juli bis September war die Automobilindustrie angesichts der anhaltenden Kaufzurückhaltung in wichtigen Absatzmärkten sowie der unverändert hohen Wettbewerbsintensität weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert. Dem konnte sich auch die BMW Group nicht entziehen.

Das Unternehmen profitiert jedoch weiterhin davon, dass es mit vielfältigen Maßnahmen frühzeitig auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise reagiert hat. So ist es der BMW Group in den ersten neun Monaten gelungen, ihre Kostenstrukturen weiter zu verbessern. Das Unternehmen arbeitet weiterhin intensiv an einer Reihe von Maßnahmen zur Effizienzverbesserung auf der Kosten- und Leistungsseite, um angesichts der schwierigen Marktbedingungen aktiv gegenzusteuern.

Zahl der Mitarbeiter gesunken

Die Zahl der Beschäftigten ist im Berichtszeitraum zurückgegangen. Weltweit beschäftigte das Unternehmen zum Ende des dritten Quartals 98.358 (Vj. 103.850) Mitarbeiter. Dies entspricht einem Rückgang von 5,3%. Das Unternehmen nutzt weiterhin natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge.

Gleichzeitig werden insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung auch neue Mitarbeiter eingestellt. Darüber hinaus zeigt die BMW Group auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Verantwortung im Bereich Ausbildung: So wurden im laufenden Jahr weltweit 1.118 Auszubildende eingestellt, davon 1.080 in Deutschland.

Absatzrückgang von 10% bis 15% im Gesamtjahr 2009 erwartet

Nach dem Absatzplus im September dürfte die BMW Group auch in den restlichen Monaten des Jahres 2009 jeweils Zuwächse verbuchen. Dazu beitragen werden auch die neuen BMW Modelle X1 und 5er Gran Turismo, die seit Ende Oktober die Modellpallette ergänzen und auf ein hohes Kundeninteresse stoßen. Insgesamt geht das Unternehmen im Gesamtjahr 2009 von einem Absatzrückgang in einem Korridor von 10% bis 15% aus.

„Für eine Entwarnung auf den weltweiten Automobilmärkten ist es noch zu früh“

unterstrich Reithofer.

Mit Blick auf 2010 zeigt sich die BMW Group vorsichtig optimistisch:

„Im kommenden Jahr gehen wir von einer allmählichen Markterholung aus“

sagte Reithofer weiter.  Rückenwind dürfte das Unternehmen zudem durch den BMW X1 sowie den BMW 5er Gran Turismo bekommen. Dieser Trend wird sich mit Anläufen volumenstarker Modelle zwischen 2010 und 2012 verstärken. Für das Jahr 2012 wird im Segment Automobile weiterhin eine Umsatzrendite (EBIT) von 8% bis 10% sowie einen Return on Capital Employed (RoCE) von über 26% angestrebt.

Quelle: BMW